Am Donnerstag, dem 13. Dezember 2007, wurde von den Staatschefs der Europäischen Union der als historisch bezeichnete Vertrag von Lissabon unterzeichnet. Er soll das künftige Miteinander der EU-Mitglieder nach der Osterweiterung besser als die bisherigen Vertragswerke regeln und gestalten.
Damit findet ein Jahr seinen Abschluss, das mit der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands und der Bemühung, den ins Stocken gekommenen Verfassungsprozess wieder in Gang zu bringen, begonnen hatte. Der EU-Verfassungsvertrag war in 18 Ländern ratifiziert worden, aber an Referenden in den Niederlanden und Frankreich gescheitert. Nur in Irland, wo die Verfassung des Landes eine Volksbefragung zwingend vorschreibt, soll es ein Referendum über den Vertrag von Lissabon geben. Die Befürworter einer Entscheidung durch das Parlament, wie etwa eine Vertreterin des britischen „Center for European Reform“, argumentieren: Das Dokument ist sehr technisch, die Argumentation sei für Laien ohnehin zu kompliziert und in der Entscheidung von Politikern besser aufgehoben. In vielen EU-Ländern formiert sich dagegen jetzt bereits Protest:
Welches also werden die Themen sein, die nach der Unterzeichnung des Reformvertrags von Lissabon anstehen?